Elektronischer Datenaustausch (Infotyp 0700)In diesem Infotyp können Sie für eine Personalnummer Daten für den elektronischen Datenaustausch mit den Behörden und mit den Krankenkassen (Meldungen zur Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen) erfassen.
Die in diesem Infotyp enthaltenen Daten dienen den folgenden Meldeverfahren mit den jeweils zugehörigen Subtypen:
DEÜV- Datenerfassungs- und übermittlungsverordnung
Subtypen:
DBBG
(DEÜV: Überschreitung BBG)
DBMM
(DEÜV: GKV-Monatsmeldung)
DBGZ
(DEÜV: Beitragsberechnung Gleitzone)
Dieser Subtyp wird seit 2014 nicht mehr verwendet.
AAG - Erstattungsverfahren für Arbeitgeberaufwendungen gemäß AAG (Aufwendungsausgleichsgesetz)
Subtypen:
DBAU
(AAG: Arbeitsunfähigkeit)
DBBT
(AAG: Beschäftigungsverbot)
DBZU
(AAG: Mutterschaft)
BEA - Bescheinigungen elektronisch annehmen
Subtypen:
DSAB
(BEA: Arbeitsbescheinigung)
DSEU
(BEA: Arbeitsbescheinigung EU)
DSNE
(BEA: Nebeneinkommensbescheinigung)
BDEL
(Basisdaten Elektronischer Datenaustausch)
EEL - Entgeltersatzleistungen
Subtypen:
DBHE
(EEL: Höhe der Entgeltersatzleistung)
DBMM
(DEÜV: GKV-Monatsmeldung)
Der Subtyp DBMM
wird vom Report RPCDRVD0
(DEÜV-Eingangsmeldungen verarbeiten) angelegt, wenn eine Krankenkasse durch eine DSKK-Rückmeldung mit Abgabegrund 01
(Mitteilung über weitere beitragspflichtige Einnahmen) die Erstellung von GKV-Monatsmeldungen anfordert. Der Report RPCD3VD0
(DEÜV-Meldungen erstellen) erstellt dann für den angeforderten Zeitraum DEÜV-Meldungen mit dem Abgabegrund 58
(GKV-Monatsmeldung).
DBBG
(Überschreitung BBG)
Der Subtyp DBBG
wird vom Report RPCDRVD0
(DEÜV-Eingangsmeldungen verarbeiten) angelegt, wenn eine Krankenkasse durch eine DSKK-Rückmeldung mit Abgabegrund 4
(Beitragsberechnung BBG-Überschreitung) dem Arbeitgeber Informationen über die Beitragsberechnung für einen Mehrfachbeschäftigten mitteilt, der mit seinem Gesamtentgelt eine Beitragsbemessungsgrenze überschreitet. Es werden die Gesamtentgelte des Beschäftigten - getrennt nach Sparten bzw. einmalig/laufend - abgespeichert. Für die Beitragsberechnung in der Abrechnung werden aber die Fremdentgelte (d.h. Summe der Entgelte bei den anderen beteiligten Arbeitgebern) benötigt. Damit diese ermittelt werden können, wird zum Zeitpunkt der Verarbeitung die Entgelt-Information aus der letzten übertragenen GKV-Monatsmeldung für den Beginnmonat des Infotypsatzes im Infotyp 0700
mit abgespeichert. In der Abrechnung werden die Fremdentgelte dann aus der Differenz zwischen Gesamtentgelten und Entgelten aus der GKV-Monatsmeldung ermittelt und für die SV-Beitragsberechnung zugrunde gelegt.
Für dieses Verfahren werden für die Datenbausteine DBAU
(Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen Arbeitsunfähigkeit), DBBT
(Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen Beschäftigungsverbot) und DBZU
(Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen Mutterschaft) Informationen benötigt, wenn Sie keine automatische Abwicklung mit entsprechenden Fiktivläufen durchführen.
Dieser Infotyp bietet Ihnen über - den Datenbausteinen namensgleiche - Subtypen die Möglichkeit zur manuellen Vorgabe.
Wählen Sie den gewünschten Subtypen aus und geben Sie bei der Anlage eines Infotypsatzes den Erstattungszeitraum (Gültig … bis …) ein. Die Erstattung wird jeweils monatlich beantragt, sodass der Erstattungszeitraum immer innerhalb eines Monats liegen muss.
Sie können abhängig vom ausgewählten Subtypen folgende Daten erfassen:
DBAU
(AAG: Arbeitsunfähigkeit):
Im Gruppenrahmen Vorgaben der Krankenkasse …
(z.B. Techniker Krankenkasse) sind die Daten zur Erstattung der jeweiligen Krankenkasse vorgegeben. Diese Daten liest das System für die jeweilige Krankenkasse aus der Beitragssatzdatei der gesetzlichen Krankenkassen.
Im Gruppenrahmen Entgelte
können Sie die notwendigen Eingaben zum Entgelt vornehmen.
Im Gruppenrahmen Zeitangaben
können Sie Angaben zur Ausfallzeit machen. Wenn Sie für die Art der Ausfallzeit
Arbeitsstunden wählen, müssen Sie auch Angaben zur wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit machen.
Im Gruppenrahmen Sonstige Angaben
können Sie die Ursache der Arbeitsunfähigkeit auswählen und den letzten Arbeitstag eintragen.
Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Eingabemöglichkeiten finden Sie in der Feldhilfe der einzelnen Felder.
DBBT
(AAG: Beschäftigungsverbot):
Im Gruppenrahmen Vorgaben der Krankenkasse …
(z. B. Techniker Krankenkasse) sind die Daten zur Erstattung der jeweiligen Krankenkasse vorgegeben. Diese Daten liest das System für die jeweilige Krankenkasse aus der Beitragssatzdatei der gesetzlichen Krankenkassen.
Im Gruppenrahmen Entgelte
können Sie die notwendigen Eingaben zum Entgelt vornehmen.
Im Gruppenrahmen Sonstige Angaben
können Sie die Art des Beschäftigungsverbots auswählen und den letzten Arbeitstag eintragen.
Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Eingabemöglichkeiten finden Sie in der Feldhilfe der einzelnen Felder.
DBZU
(AAG: Mutterschaft):
Im Gruppenrahmen Entgelte
können Sie die notwendigen Eingaben zum Entgelt vornehmen. Dazu gehört neben dem Brutto- und Nettoentgelt gegebenenfalls auch ein kalendertägliches Nettoarbeitsentgelt aus einer anderen Beschäftigung.
Im Gruppenrahmen Sonstige Angaben
können Sie eine Schutzfrist eintragen. Dieser Zeitraum muss den jeweiligen Erstattungszeitraum einschließen.
Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Eingabemöglichkeiten finden Sie in der Feldhilfe der einzelnen Felder.
Für dieses Verfahren werden jeweils für die Datensätze DSAB
(Arbeitsbescheinigung), DSEU
(Arbeitsbescheinigung EU) und DSNE
(Nebeneinkommensbescheinigung) Informationen benötigt, die nicht im System hinterlegt sind.
Dieser Infotyp bietet Ihnen über - den Datenbausteinen namensgleiche - Subtypen, die Möglichkeit zur manuellen Vorgabe:
DSAB
(BEA: Arbeitsbescheinigung):
Um eine Arbeitsbescheinigung (§ 312 SGB III) für einen Mitarbeiter zu erstellen, legen Sie einen Infotypsatz mit dem Subtyp DSAB
an. Wählen Sie hierfür den gewünschten Subtypen aus und geben Sie bei der Anlage des Infotypsatzes ein Gültigkeitsdatum an. Dieses Datum muss mit dem Beschäftigungsende des Mitarbeiters übereinstimmen. Ein Enddatum ist nicht anzugeben.
Auf der Registerkarte Allgemein/Besch.ort
können Sie im Gruppenrahmen Allgemein
hinterlegen, ob der Mitarbeiter der elektronischen Datenübermittlung widersprochen hat. In diesem Fall wird die Meldung fehlerhaft erstellt und kann nicht versendet werden.
Außerdem können Sie im Gruppenrahmen Abweichender Beschäftigungsort
Informationen diesbezüglich hinterlegen. Diese Daten werden im Baustein DBAB
(Abweichender Beschäftigungsort) verwendet.
Die Registerkarten Beendigung/Befristung
, Ende/Kündigung AV
, Kündigungsfrist
und Zusatzleistungen
beinhalten Informationen, die für die Erstellung des Datenbausteins DBKE
(Kündigung/Entlassung) benötigt werden.
DSEU
(BEA: Arbeitsbescheinigung EU):
Um eine Arbeitsbescheinigung EU (§ 312a SGB III) für einen Mitarbeiter zu erstellen, legen Sie einen Infotypsatz mit dem Subtyp DSEU
an. Wählen Sie hierfür den gewünschten Subtypen aus und geben Sie bei der Anlage des Infotypsatzes ein Gültigkeitsdatum an. Dieses Datum muss mit dem Beschäftigungsende des Mitarbeiters übereinstimmen. Ein Enddatum ist nicht anzugeben.
Auf der Registerkarte Allgemein
müssen Sie im Gruppenrahmen Allgemein
das Feld Meldezeitraumbeginn
füllen. Es gibt den Beginn des Bescheinigungszeitraumes an und ist dem Anforderungsschreiben der Bundesagentur für Arbeit zu entnehmen.
Weiterhin können Sie im Gruppenrahmen Abweichender Beschäftigungsort
Informationen diesbezüglich hinterlegen. Diese Daten werden im Baustein DBAB
(Abweichender Beschäftigungsort) verwendet.
Die Registerkarten Beendigung/Befristung
und Zusatzleistungen
beinhalten Informationen, die für die Erstellung des Datenbausteins DBKU
(Kündigung/Entlassung EU) benötigt werden.
DSNE
(BEA: Nebeneinkommensbescheinigung):
Um eine Nebeneinkommensbescheinigung (§ 313 SGB III) für einen Mitarbeiter zu erstellen, legen Sie einen Infotypsatz mit dem Subtyp DSNE
an. Wählen Sie hierfür den gewünschten Subtypen aus und geben Sie bei der Anlage des Infotypsatzes einen Gültigkeitszeitraum an. Sie können einen Satz für mehrere Perioden anlegen.
Im Gruppenrahmen Elektronischer Datenaustausch für das BEA-Verfahren
können Sie hinterlegen, ob der Mitarbeiter der elektronischen Datenübermittlung widersprochen hat. In diesem Fall wird die Meldung fehlerhaft erstellt und kann nicht versendet werden.
Im Gruppenrahmen Abweichender Beschäftigungsort (DBAB)
können Sie Informationen diesbezüglich hinterlegen. Diese Daten werden im Baustein DBAB
(Abweichender Beschäftigungsort) verwendet.
Im Gruppenrahmen Grunddaten Nebeneinkommen (DBNE)
können die vom System ermittelten Werte für den Datenbaustein DBNE
(Nebeneinkommen) überschrieben werden. Dies ist vor allem dann nötig, wenn eine Einmalzahlung für mehrere Monate gezahlt wird. Das System kann nicht ermitteln, für welchen Zeitraum eine Einmalzahlung gezahlt wird.
Im Gruppenrahmen Tatsächliche Arbeitsstunden je Kalenderwoche des Monats (DBNB)
können Sie die vom System ermittelten Arbeitsstunden manuell übersteuern. Markieren Sie hierfür das Ankreuzfeld Arbeitsstunden manuell übersteuern
und tragen Sie die tatsächlich gearbeiteten Arbeitsstunden ein.
Wenn Sie eine Nebeneinkommensbescheinigung für einen Heimarbeiter erstellen möchten, füllen Sie im Gruppenrahmen Heimarbeit (DBHN)
die Felder Ausgabetag
und Abgabetag
.
BDEL
(Basisdaten Elektronischer Datenaustausch)
Das BEA-Verfahren nutzt den Subtyp BDEL
, um einen Mitarbeiter als Heimarbeiter zu identifizieren. Im Datensatz DSAB
wird der Datenbaustein DBHA
(Heimarbeiter) nur erstellt, wenn der Subtyp BDEL
vorhanden ist. Auch die Felder Bescheinigte tatsächliche Urlaubstage bei Heimarbeitern
, Urlaubsentgelt bei Heimarbeitern
und Gezahltes Urlaubsentgelt bei Heimarbeitern
des Datenbausteins DBEN
(Entgeltdaten) werden nur gefüllt wenn der Subtyp BDEL
vorliegt.
DBHE
(Höhe der Entgeltersatzleistung)
Der Subtyp DBHE
wird vom Report RPCEEVD0_IN
(Rückmeldungen der Entgeltersatzleistungen) angelegt, wenn eine EEL-Rückmeldung der Krankenkasse mit Abgabegrund 71
(Höhe der Entgeltersatzleistung) verarbeitet wird.
Der Infotypsatz wird mit einem Stichtag angelegt, der dem Beginn der Zahlung der Entgeltersatzleistung aus dem Datenbaustein DBHE
der Rückmeldung entspricht. Es wird die Höhe der kalendertäglichen Sozialleistung (Brutto und Netto) abgespeichert. Diese Information wird in der Abrechnung für die Berechnung der beitragspflichtigen Einnahme nach §23c SGB IV verwendet. Falls eine abweichende kalendertägliche Sozialleistung für die §23c-Berechnung über eine Lohnart in den Stammdaten vorgegeben werden soll, kann die Verwendung des Infotyps 0700
durch Markieren des Parameters manuelle Vorgabe
verhindert werden.